3D-Druck – Markanalysen und falsche Vorstellungen


Dass der 3D-Druck-Markt noch in den Kinderschuhen steckt und sich in den nächsten Jahren sprunghaft entwickeln soll, ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt. Fraglich ist natürlich, ob wir aktuell mit dem Thema nicht schon recht weit oben im Hype-Cycle sind. Trotzdem, in jedem Fall wird sich der Markt allen Einschätzungen langfristig nach sehr positiv entwickeln.
Verwundert bin ich jedoch, wenn ich einige Einschätzungen zum bzw. aus Jahr 2013 lese, die den Markt in verschiedene Segmente Teilen und hierfür jeweils Wachstumsprognosen abgeben.
So schätz Lux Researching z.B., dass der zukunftsträchitge Markt für 3D-gedruckte Teile in der Luft- und Raumfahrtindustrie von 300 Mio. US Dollar Umsatz in 2012 auf ca. 1 Mrd Dollar in 2020 verdreifacht, während sich der Endverbraucher-Markt von einem kaum wahrnehmbaren Volumen in 2012 auf ca. 300 Mio. vervielfacht. Das mag alles gut und schön sein und ist relativ auch ein extremes Wachstum.

Aber meines Erachtens liegt hier  eine große Fehleinschätzung des eigentlichen Marktes vor. Denn ein Großteil der Endverbraucher, der sich mit dem Thema 3D-Druck beschäftigt, wird sich eben keine 3D gedruckten Teile mehr kaufen, sondern sich diese selbst drucken (Stichwort: Maker…). Das geht aber noch nicht ganz in die Köpfe unserer Zukunftsanalysten rein.
Der Wiederspruch, bzw. die Fehleinschätzung wird deutlich, wenn man den Gartner Bericht zum Thema 3D Druck daneben legt, in dem der Markt für Endkunden-3D-Drucker im Jahr 2012 schon auf 288 Mio. US$ beziffert wird. in 2013 schätzen die Gartner-Analysten diesen Markt schon auf 412 Mio. US$ und auf 669 Mio. US$ in 2014. Das heißt, der Markt für 3D-Drucker ist jetzt schon größer als der Markt für 3D gedruckte Teile in 7 Jahren. Wow.

Selbst ist der Maker…